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  1. Warum sie jetzt zur Reisezeit unverzichtbar istNur wenige denken vor der verdienten Urlaubsreise an einen Unfall oder eine Krankheit. Das ist verständlich. Trotzdem sollten Sie den Ernstfall einmal durchspielen, damit Sie die Behandlung hinterher nicht aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. Lediglich innerhalb der Europäischen Union, in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sowie in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat, zahlt die gesetzliche Krankenkasse einen Teil der Arzt- und Krankheitskosten, meist ist dieser Schutz aber sehr löchrig. Auch gehört der Rücktransport aus dem Urlaubsland nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Warum eine zusätzliche Reisekrankenversicherung sinnvoll ist, liegt damit auf der Hand.  [mehr_zum_thema title="Mehr zum Thema"]
    Wer braucht eine Auslandsreise-Krankenversicherung?
    Damit braucht eigentlich jeder eine Reisekrankenversicherung, der ins Ausland verreist und sich gegen hohe Kosten im Krankheits- und Unfallfall absichern möchte. Allerdings gibt es nicht nur die Globetrotter, die privat reisen. Da sind noch all jene, die beruflich bedingt ins Ausland gehen. Kurze geschäftliche Trips sind in vielen privaten Angeboten eingeschlossen. Wer dagegen längere Zeit als Expatriat fern der Heimat verweilt, benötigt einen anderen Schutz.  
    Was ist versichert?
    Zahnbehandlungen, ambulante und stationäre Behandlungen, unaufschiebbare Operationen, Komplikationen in einer Schwangerschaft zählen zu den üblichen Leistungen einer Auslandskrankenversicherung. Dabei sollte man darauf achten, ob der Schutz weltweit gilt oder möglicherweise bestimmte Regionen ausgeschlossen werden, bis zu welchem Alter Kinder beitragsfrei mitversichert sind und ob eine Selbstbeteiligung vereinbart ist.
    Was kostet eine Auslandskrankenversicherung?
    Insbesondere für diejenigen, die regelmäßig und mehrmals im Jahr das Leben außerhalb Deutschlands erkunden, lohnt sich eine Police schnell. Dabei sichern die Anbieter jedoch unterschiedliche Zeiträume innerhalb eines Jahres ab. Üblich sind 56 Tage, aber auch 42 oder 35 Tage. So ist eine Familie mit einem Jahresbeitrag von rund 20 Euro bereits ein Jahr lang gegen Krankheit abgesichert. Sollen auch ein möglicher Reise-Rücktritt, ein Reiseabbruch und das Gepäck versichert werden, können zusätzliche Bausteine gewählt werden. Für eine Familie kostet das etwa 150 Euro im Jahr. 
    Wie funktioniert die Reisekrankenversicherung? 
    Wird der Urlauber krank und muss ärztlich behandelt werden, zahlt die Auslandskrankenversicherung diese Kosten anhand von Rechnungen, die eingereicht werden müssen. Daher empfiehlt es sich unbedingt darauf zu achten, dass alle Belege korrekt ausgestellt sind.  Müssen Sie ins Krankenhaus, sollte gleich die Versicherung eingeschaltet werden, damit sie direkt mit der Klinik die Kostenübernahme vereinbaren kann. Ist ein medizinisch sinnvoller (das ist eine wichtige Formulierung) Rücktransport in den Versicherungsschutz eingeschlossen, kümmert sich der Versicherer um die Organisation und trägt die Kosten. Bei der Formulierung „medizinisch notwendig“ sollte man dagegen vorsichtig sein. Denn dann kommt der Versicherer häufig nur für den Rücktransport auf, wenn im Urlaubsland keine effektive Behandlung erfolgen kann.
  2. Optionstarife erklärtSich bereits heute die Bedingungen für einen späteren Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) sichern – diese Möglichkeit bietet ein sogenannter Optionstarif. Für wenige Euro im Monat können so zum Beispiel Berufsstarter oder Medizinstudenten, für die heute schon feststeht, dass sie nach der Facharztausbildung privat krankenversichert sein wollen, die „Eintrittskarte“ in die PKV lösen.  [mehr_zum_thema title="Mehr zum Thema"] Dasselbe gilt für Selbstständige, die womöglich erst am Beginn ihrer Karriere stehen und noch freiwillig gesetzlich krankenversichert sind, oder junge Angestellte, die absehbar die Verdienstgrenze von derzeit 69.300 Euro brutto pro Jahr überschreiten und sich dann privat krankenversichern können. 
    Gesundheitszustand wird „eingefroren“
    Wenn Sie zu einer dieser Personengruppen gehören, können Optionstarife der privaten Krankenversicherer eine gute Wahl für Sie sein. Bei Abschluss eines solchen Vertrags machen Sie einmalig eine Gesundheitsprüfung, deren Ergebnis dann „eingefroren“ wird. Das heißt, sobald Sie später in die PKV oder einen privaten Krankenzusatztarif wechseln, müssen Sie dafür keine erneute Gesundheitsprüfung absolvieren. Das gilt auch dann, wenn die Option erst Jahre später in Anspruch genommen wird.  Würden Sie wartenund Ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich, müssten Sie gegebenenfalls lebenslang einen höheren Beitrag bezahlen oder könnten gar keine private Krankenversicherung mehr abschließen. 
    Optionstarife bieten keinen Versicherungsschutz
    Grundsätzlich haben die meisten Krankenversicherer solche Optionstarife in ihrem Portfolio. Wie konkret jedoch zum Beispiel Zugangsvoraussetzungen, Termine oder Fristen ausgestaltet sind, kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Manchmal ist die Laufzeit der Optionstarife begrenzt und gilt nur für eine bestimmte Zahl an Versicherungs- oder Kalenderjahren. In der Regel ist auch ein Maximalalter (zum Beispiel 45 oder 50 Jahre) vorgesehen, bis zu dem die Option ausgeübt werden kann. Einige Versicherer bieten auch Optionstarife für den Wechsel zu Tarifen im eigenen Haus mit besseren Leistungen an.  Wichtig zu wissen ist auch, dass ein Optionstarif keinen Versicherungsschutz gewährt. Er stellt nur die Möglichkeit dar, zu heutigen Bedingungen später mal eine private Krankenvoll- oder -zusatzversicherung abschließen zu können. 
  3. Familie und PKV – geht das überhaupt?Selbstständige und gutverdienende Angestellte haben die Wahl, ob sie sich privat oder gesetzlich krankenversichern wollen. Für die private Absicherung sprechen in aller Regel die besseren Leistungen wie hohe Zuschüsse zum Zahnersatz oder Chefarztbehandlung im Krankenhaus. Dennoch bleiben viele Versicherte mit Familie lieber freiwillig in der GKV. Der Grund: In der PKV muss für jedes Familienmitglied ein eigener Vertrag mit individuellen Beiträgen abgeschlossen werden. Bei gesetzlich Versicherten sind Ehe- oder Lebenspartner sowie Kinder über die Familienversicherung beitragsfrei mitversichert. Und das klingt ja erst einmal verlockend.  [mehr_zum_thema title="Mehr zum Thema"]
    Beitragsfreiheit in Familienversicherung hat Grenzen
    Wer sich entscheiden kann, ob er mit seinen Lieben gesetzlich oder privat abgesichert sein möchte, sollte aber bedenken, dass dabei die individuelle Lebenssituation eine entscheidende Rolle spielt. Mit der „automatischen Beitragsfreiheit“ in der Familienversicherung ist es nämlich so eine Sache.  Der Hintergrund: Die beitragsfreie Familienversicherung greift nur unter bestimmten Voraussetzungen. Eine davon: Die mitversicherten Angehörigen dürfen kein oder nur ein sehr geringes Einkommen haben. In vielen Familien entspricht das heute aber nicht mehr der Lebenswirklichkeit. Dass ein Partner „in Vollzeit“ zu Hause bleibt und sich um die Kindererziehung kümmert, kommt längst nicht mehr so häufig vor wie früher. Sobald eine bestimmte Einkommensgrenze überschritten wird, ist eine Aufnahme in die Familienversicherung aber nicht mehr möglich. Und: Zum Einkommen zählen auch Einnahmen wie Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung. 
    Einkommenslimit ist schnell erreicht
    Die angesprochene Einkommensgrenze ist recht schnell erreicht. Bei der Berechnung spielt die sogenannte monatliche Bezugsgröße des Sozialgesetzbuches IV eine Rolle. Diese Bezugsgröße liegt aktuell bei 3.535 Euro. Das Gesamteinkommen darf ein Siebtel dieser Summe, also 505 Euro, nicht überschreiten. Bei Ausübung eines Mini-Jobs liegt die Grenze bei 538 Euro. Familienmitglieder, die ein höheres Einkommen haben, müssen einen eigenen Beitrag zur gesetzlichen KV zahlen und können nicht in die beitragsfreie Familienversicherung aufgenommen werden – einer der Hauptgründe für die Entscheidung zugunsten der GKV entfällt damit. Häufig ist die private Krankenversicherung unter Abwägung aller Aspekte dann eben doch die bessere Lösung.  
  4. PKV: Von diesen Zusatzleistungen profitieren FamilienBei der Familiengründung stehen viele werdende Eltern vor der Entscheidung: Nutzen wir die Grundversorgung der beitragsfreien Familienversicherung in der GKV, oder versichern wir uns lieber privat? Oftmals ist nämlich beides möglich, und beide Varianten haben ihre Vorteile. Für die PKV sprechen allerdings neben einem umfangreicheren Leistungsangebot auch zahlreiche Zusatzleistungen, die gerade Familien eine optimale Gesundheitsversorgung ermöglichen. Hier einige Beispiele:  Rooming-In im Krankenhaus:Muss ein kleines Kind ins Krankenhaus, leidet es seelisch oft sehr unter der Trennung von der Familie. Beim Rooming-In kann ein Elternteil im Zimmer des Kindes übernachten. Auch bei erwachsenen Patienten besteht diese Möglichkeit, etwa durch den Ehepartner oder wenn ein erwachsenes Kind bei Vater oder Mutter bleibt. Die PKV übernimmt dann die Kosten. Die GKV leistet nur, wenn eine medizinische Notwendigkeit nachgewiesen werden kann.  Alternativmedizin: Heilbehandlungen abseits der Schulmedizin sind im Leistungsangebot vieler PKV-Tarife enthalten. Auch werden Kosten für alternativmedizinische Therapien erstattet, wenn es keine schulmedizinischen Methoden oder Arzneimittel für bestimmte Krankheiten gibt. Die GKV übernimmt solche Kosten in der Regel nicht – abgesehen von Ausnahmen, in denen alternative Behandlungen „medizinisch erfolgversprechend“ sind. Das ist aber schwer nachzuweisen.  Kieferorthopädie: Private Krankenversicherungen übernehmen einen Großteil der Kosten für kieferorthopädische Behandlungen bei Patienten bis zum Alter von 21 Jahren. Die genaue Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Tarif und kann bis zu 100 Prozent betragen. Auch die GKV übernimmt 80 Prozent Kosten in diesem Bereich – allerdings nur bis zum 18. Geburtstag des Kindes und wenn eine erhebliche Fehlstellung vorliegt. Wird eine Behandlung aus vorwiegend kosmetischen Gründen gewünscht, übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten nicht.  Telemedizin: Videosprechstunde, Telemonitoring zur Überwachung von Patienten mit chronischen Erkrankungen, Apps zum Einholen einer Zweitmeinung – Telemedizin bietet eine Menge an Service, Sicherheit und Komfort. Die meisten PKV-Tarife ermöglichen unbegrenzten Zugang zu diesen Leistungen – etwa einem Rund-um-die-Uhr-Zugang zu Kinderärzten. Vor allem in ländlichen Regionen mit weiter Anfahrt zur nächsten Praxis ist das ein unschätzbarer Vorteil.  Gesundheitsservice: Die PKV stellt Versicherten eine Vielzahl an Serviceleistungen zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise die Vermittlung und Organisation von Gesundheitsdienstleistungen, die langfristige Begleitung durch einen Reha-Manager oder die Bereitstellung von Gesundheitsprogrammen (zum Beispiel zum Abnehmen oder für einen gesunden Rücken). Damit entwickelt sich die PKV vom reinen Kostenerstatter zum begleitenden Gesundheitsmanager ihrer Kundinnen und Kunden. 
  5. Warum Zahnärzte von der PKV profitieren können  Für niedergelassene Zahnärzte ist die Sache klar: Als Selbstständige können sie sich sowohl privat als auch gesetzlich krankenversichern. Aber auch angestellte Zahnärzte sind krankenversicherungsfrei, sofern ihr regelmäßiges Einkommen die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG-Grenze) von aktuell69.300 Euro überschreitet.  Entscheiden Sie sich als Zahnarzt für die private Krankenversicherung (PKV), kommen sie bei einigen Versicherern in den Genuss spezieller Zahnärztetarife. Diese zeichnen sich durch besonders attraktive Prämien aus und stehen auch Familienangehörigen (Ehepartner, Kinder) offen. Die Beiträge werden außerdem meist mit einer Altersrückstellung kalkuliert. Das verzinslich angelegte Geld dient dazu, steigende Ausgaben für die medizinische Versorgung im Alter zu finanzieren, ohne dass die Beiträge entsprechend steigen. (Tarife für Kinder und Ausbildungstarife haben in der Regel noch keine Alterungsrückstellung. Diese werden erst mit dem Erwachsenenalter gebildet.) 
    Verzicht auf vollen Zahnversicherungsschutz 
    Eine weitere Besonderheit: Sie können in diesen Tarifen meist entscheiden, ob Sie auch für Ihre Zähne einen umfassenden Schutz wünschen oder nur die Material- und Laborkosten abgedeckt sein sollen oder ob Sie auf den kompletten Zahnversicherungsschutz verzichten wollen. Wählen Sie eine der beiden letzten Varianten und lassen sich bei Bedarf in eigener Praxis von Kollegen behandeln, wirkt sich das noch einmal günstig auf die Prämienhöhe aus. Zusätzlich wird eine Beitragsrückerstattung angeboten (je nach Tarif) und eine wählbare Selbstbeteiligung. Die genaue Höhe der Beiträge richtet sich dann nach Alter, Geschlecht, den versicherten Leistungen sowie dem Ergebnis der Gesundheitsprüfung durch den Versicherer. 
    Umfangreicher Leistungskatalog 
    Die speziellen Zahnarzttarife in der PKV bieten darüber hinaus Leistungen mit besonders guten Konditionen. Abhängig vom Anbieter, können dazu folgende Punkte gehören: 
      lidata-leveltext="" " " " " " ">" ">"reie Arzt- und Krankenhauswahl  lidata-leveltext="" " " " " " ">" ">"eine Begrenzung auf die Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte (GOÄ/GOZ)  lidata-leveltext="" " " " " " ">" ">"eltweiter Versicherungsschutz  lidata-leveltext="" " " " " " ">" ">"ffener Heil- und Hilfsmittelkatalog  lidata-leveltext="" " " " " " ">" ">"erzicht auf Zahnstaffel  lidata-leveltext="" " " " " " ">" ">"örderung bei Schwangerschaft  lidata-leveltext="" " " " " " ">" ">"sychotherapie ohne Begrenzung der Sitzungszahl  lidata-leveltext="" " " " " " ">" ">"mbulante Kurbehandlungen  lidata-leveltext="" " " " " " ">" ">"orsorgeuntersuchungen ohne Selbstbeteiligung und ohne Gefährdung der Beitragsrückerstattung 
    Private Krankenversicherung für Studenten 
    Auch Zahnmedizinstudenten können sich bereits bei Aufnahme ihres Studiums privat krankenversichern, indem sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. PKV-Studententarife sind in der Regel sehr günstig und bieten darüber hinaus den Vorteil, dass die angehenden Akademiker nach ihrem Studium ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen „normalen“ Krankenversicherungs- und Krankentagegeldtarif für Zahnmediziner wechseln können.  Tipp: Studenten, die aktuell noch nicht in die private Krankenversicherung wechseln möchten, können auch für wenige Euro im Monat einen sogenannten Optionstarif abschließen. Damit halten sie sich die Möglichkeit eines späteren Wechsels von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung offen – und das ebenfalls ohne erneute Gesundheitsprüfung.